Die 5 Bruchsaler Stadtteile

Untergrombach
Helmsheim
Obergrombach

Jeder dieser Stadtteile hat sein eigenes Gepräge, sein eigenes Ortszentrum und sein eigenes kulturelles Leben.

Erleben Sie die mittelalterlichen Ortskerne der Stadtteile Heidelsheim und Obergrombach.

Büchenau


Zahlreiche liebevoll sanierte Fachwerkhäuser prägen das Bild der Dorfstraße „Au in den Buchen“. In der Alten Schule von Büchenau befindet sich die Heimatstube Büchenau mit einer großen privaten Sammlung orts- und handwerksgeschichtlicher Objekte. Seit 1952 gedeiht in Büchenau auf den gesunden Sandböden der Bruchsaler Spargel. Das „Weiße Gold“ ist dort ganz besonders zart, denn alle Felder liegen im Wasserschutzgebiet und ergo wird sehr wenig gedüngt.
Bereits legendär findet in der Spargelsaison das Büchenauer Spargelfest statt. Versteckte Schätze sind u.a. der Osterbrunnen beim Vogelpark mitten im Ort, der jährlich von den Bürgern mit viel Liebe gestaltet wird sowie die 1745 erbaute und 1945 zerstörte Dorfkirche, auf der ursprünglich ein Zwiebelturm gesessen hatte. Ein beliebtes Ziel für Radler und Wanderer ist die 1864 eingeweihte Maria-Hilf-Kapelle an der Neutharder Straße, in der die Muttergottes, der Heilige Josef und St. Wendelin sowie die 14 Nothelfer den Menschen Ruhe und Trost spenden.


Heidelsheim

Im Jahre 1774 ist Heidelsheim „Reichsstadt Heidolfesheim". Bis ins 19. Jahrhundert blieb Heidelsheim eine von Mauern umgebene „geschlossene“ Stadt mit vier Festungstürmen, die nur durch vier Tore zu betreten war. Katzen- und Diebsturm verleihen Heidelsheim heute noch das Bild einer ehemals befestigten Stadt und auch der mittelalterliche Grundriss mit dichter Bebauung und engen Gassen ist noch deutlich zu erkennen. Der weitläufige Marktplatz mit seinem mächtigen Brunnen ist umgeben von altehrwürdigen Bürgerhäusern und einer Allee breitkroniger Kastanienbäume.

Bei Stadtführungen mit Rosa und Türmer-Führungen wird die Geschichte immer wieder lebendig. Das Heimatmuseum im Stadttor kann von März bis Oktober jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung besichtigt werden.
In jedem ungeraden Jahr findet das „Historische Reichsstadtfest“ statt. Auf dem traditionellen Higgomarkt mit dem „Eierhiggen“ trifft sich am Nachmittag des Ostersonntags Groß und Klein, um in geselliger Runde gekochte Eier gegeneinander zu hauen, ein spezieller Osterbrauch. Wessen Ei ganz bleibt, der hat gewonnen.


Helmsheim

 
769 wurde der Ortsname Helmsheim erstmals in der Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erwähnt. Durch Schenkungen innerhalb der Landesherrn und der Kirchen erfuhr das damalige „Helmolvesheim“ eine bewegte Geschichte. Bodenfunde aus verschiedenen Zeitepochen zeugen von Ansiedlungen der Kelten, Römer und Alemannen.
 
Für die Barockkirche St. Sebastian wurde 1753 der Grundstein gelegt, in ihrer inneren Gestaltung vereinen sich gleich mehrere Epochen.

In der 1782 erbauten Kelter, die später als Gemeindebäckerei genutzt wurde, findet alle zwei Jahre das „Kelterfest“ statt, ein Highlight der festlichen Aktivitäten Helmsheims.
Der alte Backofen ist noch voll funktionsfähig und wird bei besonderen Anlässen angeheizt.
Wer Ruhe und Erholung sucht, der findet sie auch hier in der typischen Hügellage des Kraichgaus, Weinberge und Streuobstwiesen laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.


Obergrombach


Sobald man unter dem Torbogen am Rathausplatz hindurch schreitet, steht man mitten in der Vergangenheit, im historischen „Städt’l“, einem der bedeutenderen mittelalterlichen Ortskerne Baden-Württembergs. In Eigeninitiative haben Bürger und ein Künstler dort die Fachwerkhäuser außergewöhnlich kunstvoll gestaltet.
Über den Dächern Obergrombachs thront erhaben die Marienburg, errichtet etwa 1200. Das so genannte „Untere Schloss“ ließ Kardinal Damian Hugo von Schönborn, Fürstbischof zu Speyer, 1723 als Sommerresidenz ausbauen. Heute ist die Burg im Privatbesitz und kann in den geraden Jahren immer während des traditionellen Burgfestes besichtigt werden. Ein kunstgeschichtliches Kleinod ist die Burgkapelle mit ihren Wandfresken zur Heils-, Passions- und Märtyrergeschichte.


Untergrombach


Der 269 Meter hohe Michaelsberg ist namensgebend für eine jungsteinzeitliche Kultur, die „Michelsberger Kultur“, ca. 3500 - 2600 v. Chr. Dabei handelt es sich um eine befestigte Höhensiedlung mit einem speziellen Wall-Graben-System, die vor Angriffen der Feinde schützte.  
1346 wird die Michaelskapelle schriftlich erstmals erwähnt. Sie war dem Erzengel Michael geweiht. In ihrer heutigen Gestalt wurde sie 1742-44 von Kardinal Damian Hugo von Schönborn, Fürstbischof zu Speyer, errichtet.
Der Michaelsberg ist aber auch ein Naturparadies mit seltenen Pflanzen und Tieren. Bei der Kapelle beginnen mehrere ausgeschilderte Rundwege, die zu wunderschönen Fleckchen führen: Terrassen und Trockenmauern, Hohlwegen, Stufenrainen, zu Obstbäumen und Wiesen.

Unten im „Tal“ trifft man auf das so genannte Firstsäulenständerhaus aus dem Jahr 1428, dem ältesten Fachwerkhaus des Kraichgaus. Hier entführt jeder Raum des Heimatmuseums in eine andere Zeit, erzählt eine andere Geschichte u.a. über den Werdegang des Bauernführers Joß Fritz.

Der um 1470 in „Grumbach“ geborene Bauernführer kämpfte für die Rechte und Menschenwürde der Bauern, widersetzte sich den Lehnsherren und plante Anfang des 16. Jahrhunderts unter anderem Aufstände in der Region des Hochstifts Speyer, bei Freiburg und im Elsass. Er wurde zum Symbol des „Bundschuh“-Aufstands.

Alle zwei Jahre (in ungeraden Jahren) wird am ersten Wochenende im Juli das "Joß-Fritz-Fest" gefeiert.  

Interessantes von Untergrombach finden Sie auch hier.


Heidelsheim
Büchenau